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BR-Kennzeichen_Amtsblatt_1.6.18

Fraktion Freie Wähler / FD

Die erneute Ablehnung im Kreistag bedauern wir sehr. Die Unterschriften von über 5.000 Bürgern wurden einfach weggewischt.

Dabei geht es nicht um den BR-EXIT aus dem Landkreis, sondern einfach nur um den Wunsch nach Identifikation mit unserer Heimatstadt. Da ist auch Nostalgie dabei, man könnte auch konservativ dazu sagen – wir sehen das als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu unserer Stadt – unserer Heimat! Wir und sehr viele Mitbürger fühlen uns als Bruchsaler und nicht als Anhängsel von Karlsruhe. Das bedeutet nämlich das KA auf dem Kfz-Kennzeichen. 

Es gibt nicht einmal eine Unterscheidung zwischen Landkreis Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe – alles eine Nummer! Die Stadt Karlsruhe gehört bekanntlich nicht zum Landkreis, der sich in einem Halbbogen um die Großstadt erstreckt. Konsequent wäre da eine Kfz-Kennzeichen KAL = Karlsruhe Land. 

Unser Landkreis ist ein Kunstgebilde an das wir uns gewöhnt haben und das wir nach 35 Jahren nicht in Frage stellen. Warum verwehrt man den mündigen Bürgern die freie Entscheidung über eine wichtige formelle Kleinigkeit? Das Argument „die Einheit des Landkreises dürfe nicht in Frage gestellt werden“ zeugt von Mißtrauen. 

Den Sonderweg den uns der Landrat und die Kreistagsmehrheit vorschreibt, verstehen wir nicht (300 x in Deutschland überhaupt kein Problem – nur bei uns!). 

Sieht man in den Bruchsalern ein so großes Problem, dass man das zügeln muss?

Wir werden das auch im neu zu wählenden Kreistag thematisieren und wünschen uns, dass der Landrat näher zu den Bürgern kommt um auch emotionale Anliegen zu verstehen.

In der Folge tun wir uns schwer und werden kritischer, wenn es um Solidarität geht, die wirklich wichtig ist. Stichworte: Kreisumlage, Breitband, GU-für Flüchtlinge, Substitutionseinrichtungen, Grundstücksfragen usw.

Roland Foos
Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/FDP